Umweltschule oder Schule in der Umwelt

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Umweltschule zu werden bedeutet nicht nur, viel über die Umwelt zu wissen, sondern auch, die Umwelt zu erleben und in der Umwelt Wissen zu erlangen.

Die Schülerinnen und Schüler der 7. Klasse nutzten die ersten warmen Tage des Jahres und führten ein Experiment im Freien durch:

Wie groß ist die Menge der Luft, die ein Mensch ausatmen kann? Und wie können wir das messen?

Dafür nutzten wir einen ausgedienten Gummischlauch, eine kleine Plastikwanne, eine 1,5-Liter Wasserflasche und einen 5-Liter Behälter für destilliertes Wasser.

Wir füllten die Plastikwanne mit Wasser. Für den ersten Versuch wurde die 1,5-Liter Flasche eingesetzt. Wir füllten sie mit Wasser, steckten sie kopfüber in das wassergefüllte Becken und öffneten sie unter Wasser. Daraufhin führten wir das Schlauchende in den Hals der Flasche ein. Ein Mitschüler hielt die Flasche fest.

Nun sollte der erste  Schüler in den Schlauch pusten, was die Lunge nur so hergab. Schnell verdrängte der Atem das Wasser in der Flasche vollständig. Doch hatte der Kandidat noch Luft übrig. So stellten wir fest, dass ein 1,5 l Volumen viel zu klein ist, um die Atemmenge aufzunehmen.

So musste der 5 l Behälter eingesetzt werden. Dieser reichte aus. Nach dem jeweiligen Nachfüllen des Wassers und Reinigen des Mundstücks konnten nun alle interessierten Schüler und Schülerinnen sowie Herr Bauer vor den interessierten Augen der ganzen Klasse und mit deren tatkräftiger Unterstützung  ihr individuelles Atemvolumen bestimmen.

Folgende Erkenntnisse arbeitete die Klasse heraus:

– Jugendliche haben ein Atemvolumen zwischen 3 – ca. 4,5 Litern.

– Die Körpergröße beeinflusst das Atemvolumen.

– Unterricht im Freien ist anstrengend, macht Spaß, ist abwechslungsreich und effektiv.

– Und schließlich: Wer draußen mit Wasser Versuche durchführt, riskiert nasse Füße!

Das Experimentieren im Freien hat uns also bei der Wissensgewinnung einen nicht zu unterschätzenden Freiraum geschenkt.