„Hallo, was gibt es heute zum Essen?“

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… mit diesen Worten betreten viele SchülerInnen der Offenen Ganztagsschule mittags den Speisesaal und gucken in die Töpfe. Oft hören wir dann „Mmm, lecker!“, „Ich mag viel Nudeln, wenig Soße!“, „Ich möchte erst probieren!“, „Bitte viel Käse!“ und ähnliche Kommentare. Natürlich kommt es vor, dass Einzelne vorbeigehen, weil sie keinen Hunger haben oder sich an die Nachspeise halten wollen.

Wir wollten es genauer wissen und führten eine umfangreiche Befragung bei den Essenskindern durch, schließlich ist uns deren Meinung wichtig! Da wurde gefragt, was besonders gut oder eben nicht so gut schmeckt, was sie gerne öfter hätten und was anders sein soll. Alle SchülerInnen waren sehr interessiert und offen bei der Sache.

Natürlich wurde auch ausführlich erklärt, woher unser Mittagessen eigentlich kommt – nämlich von der Firma „Kindergourmet“ in Bad Abbach – und wie es in einer Großküche abläuft. Nur wenige Kinder hatten eine Vorstellung davon, dass dort viele Leute (Köche, Planer, Ausfahrer, Zulieferer, usw.) arbeiten, dass bereits in der Nacht mit den Vorbereitungen für das tägliche Essen begonnen wird und wie schwierig es ist, für viele verschiedene Bedürfnisse und Wünsche (verschiedene Geschmäcker, Vegetarisch, Vorlieben, Allergien,….) in großen Mengen zu kochen.

So manch einer erlebte bei diesen Erklärungen ein „Ach, so ist das!“ und konnte Verständnis dafür aufbringen, dass die Mittagsverpflegung in Schulen und anderen Einrichtungen nicht immer einfach ist und warum z. B. Döner, Pfannkuchen mit Nutella oder 3x wöchentlich Pizza, nicht möglich ist und warum manchmal auch Gemüse sein muss.

Und schließlich passiert es auch zuhause, dass das Essen nicht allen am Esstisch Sitzenden gleich gut schmeckt!

Insgesamt äußerten fast 90 % der Kinder, dass sie das Mittagessen „mittel bis superlecker“ finden, insbesondere Nudelgerichte und die Nachspeisen sind sehr beliebt. Einige Schüler (ca. 10 %) sind mit dem Essen nicht zufrieden, was möglicherweise an den eigenen Vorlieben und auch an der fehlenden Bereitschaft zu probieren und sich auf etwas Neues einzulassen, liegt.

Am Nachmittag gibt es zusätzlich noch unseren „Nachmittagssnack“, da die Kinder häufig nach der Erledigung der Hausaufgaben noch mal richtig Hunger haben. Verschiedenes Obst, Rohkost und manchmal auch ein paar Kekse, sind heißbegehrt!

Wir werden die Wünsche und Anregungen der SchülerInnen an den Caterer weiterleiten und Veränderungsmöglichkeiten besprechen, um langfristig eine noch höhere Akzeptanz der Mittagsverpflegung zu erreichen. Und bestimmt wird uns mal ein Sonderwunsch erfüllt,….