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Placidus-Heinrich-Schulen Schierling Gemeinsam geht´s besser!
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Benimm ist in - Projektwoche!
Mit erstaunlicher Begeisterung und Kreativität dachten die Schülerinnen und Schüler aller Klassen der Placidus-Heinrich-Grund- und Mittelschule Schierling und des Dr.-Rudolf- Hell-Schulhauses Eggmühl – und der angeschlossenen Ganztags- und Nachmittagsbetreuung - darüber nach, wie man sich am besten benimmt, damit sich alle an der Schule wohlfühlen können. Die Ergebnisse dieser Projektwoche, die den Titel „Benimm ist in“ trug, stellten sie sich gegenseitig vor und setzten dazu Schautafeln, eine Powerpoint- Präsentation, Aufsätze über den Blick in die Glaskugel und Sketche ein. Schulleiter Markus Winkler und Bürgermeister Christian Kiendl waren ebenso begeistert wie die beiden Ideengeberinnen Carola Hanusch und Gertraud Kurz-Hofmann. Die Powerpointpräsentation der 9. Klasse mit Konrektor Sepp Hoffmann setzte ein unübersehbares thematisches Zeichen. Der Reihe nach liefen permanent Bilder über die Leinwand, die sich den Themen sauberes Klassenzimmer, Verhalten in der Pause, Hilfsbereitschaft, Grüßen, Gewalt, Müll, Lästern, Hilfsbereitschaft und anstellen im Bus befassten. Sie steckten damit den Rahmen ab, in dem sich die gesamte Schule während der Projektwoche bewegte. „Wir wollten Bilder gegenüberstellen, wie richtiges und falsches Verhalten aussieht“, dozierte Florian Pautz. Das verfehlte die Wirkung nicht, denn die kleineren Mitschüler standen stauend vor dem „Werk“ und den Gedanken ihrer großen Kollegen. Ebenso beeindruckend die als Märchen verfassten Geschichten mit dem Blick in die Glaskugel, in der sich den Kindern und Jugendliche eine heile, von Rücksichtnahme geprägte Schule und Welt auftat. „Schule der Zukunft“ stand über diesem Klassen-Projekt, bei dem es um „danke sagen“, Gesprächsregeln einhalten, zuhören können und sich entschuldigen ging. „Könnte das auch bei uns Wirklichkeit werden, wenigstens ein bisschen?“, fragten die Schüler ihre Freunde, die ganz still da saßen und zuhörten. Die Klasse 4a befasste sich mit den vielen Tiernamen, die sich Schülerinnen und Schüler oft gegenseitig geben. „Sind wir im Zoo?“, war die kritische Frage in die große Runde der Schul-Aula. Man könnte sich ja auch ganz normal ansprechen, und damit eine der Benimm-Regeln beachten. Auf Stellwänden von anderen Klassen ging es um einen „Garten der Höflichkeit“, um „Dankhörnchen“, das Bauen eines süßen Zuckerwürfel-Turm, und zwar ganz ohne, dass man sich darüber unterhalten hätte. Was zutage förderte, welche erstaunlichen Möglichkeiten der Kommunikation ohne Worte vorhanden sind. Bei anderen ging es unter der Überschrift „Wir machen es besser“ um Schimpfwörter. Sie nahmen sich vor, es besser zu machen, denn das wirke sich positiv auf das Schulklima aus. Die fünfte Klasse warb dafür, nicht so pampig, dafür eher nett zueinander zu sein. „Wir sind starke Typen und starke Typen wissen …“ wie es geht oder nicht geht. Mit Fragebögen wurde der aktuelle Zustand erfasst und es wurden Ziele gesetzt, wie das Verhalten/Benehmen besser werden kann. Außerdem gab es dazu eine Kontrollmöglichkeit. Eine Überraschung gab es durch die Klasse 3b, die sich akribisch dem Schulalltag angeschaut hatte. Es ging dabei um Pünktlichkeit beim Schulbeginn, um das Verhalten in der Pause, das Sauberhalten der Klassenzimmer und um einen sauberen und aufgeräumten Flur. Sie lobten vier Pokale aus und kündigten an, während des restlichen Schuljahres immer wieder zu kontrollieren und die Papierpokale in unterschiedlichen Farben an die besonders guten Klassen zu vergeben. „Welche Klasse am Schluss die meisten Pokale hat bekommt von Herrn Winkler ein Eis gestiftet!“, kündigten sie an. Schulleiter Markus Winkler dankte den beiden Ideengeberinnen sowie dem ganzen Kollegium für das außerordentliche Engagement. Er machte bewusst, dass Regeln besonders dort wichtig sind, wo viele Menschen zusammenleben. Auch ein Streit muss immer mit Worten gelöst werden und nicht mit schubsen oder hauen. Das alles einzuüben sei auch für das spätere Leben wichtig. Denn die Ausbildungsbetriebe schätzen nach einer Umfrage bei den jungen Leuten besonders Zuverlässigkeit, Pünktlichkeit und Höflichkeit. Bürgermeister Christian Kiendl freute sich, dass er in der Schule schon jetzt immer von den Schülern höflich begrüßt wird, weshalb er auch gerne in das Schulhaus komme. „Geht offen mit den Menschen um“, riet er den Kindern und Jugendlichen. Die Projektarbeit sei sehr wichtig, weil damit geschärft werden kann, was jeden Tag wichtig ist. Die Schierlinger Schule zeichne aus, dass sie immer für Innovationen gut ist.Dipl.-Sozialpädagogin Gertraud Kurz-Hofmann und Schulsozialarbeiterin Carola Hanusch rühmte die Phantasie, die bei den einzelnen Beiträgen zu spüren war. Den Teilnehmern wurde klar, dass es jedem gut tun, wenn man sich an Benimm-Regeln hält. Auch der interkulturelle Aspekt sei wichtig, und deshalb hat die Nachmittagsbetreuung auf einem eigenen Plakat festgehalten, wie man sich in verschiedenen anderen Sprache, in arabisch, polnisch, türkisch, vietnamesisch und englisch entschuldigt. Alle waren sich einig, dass das Projekt ein voller Erfolg war, der die Schule nachhaltig prägen wird.