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“Der gestiefelte Kater” - AG Schulspiel
Die Theatergruppe der Placidus-Heinrich-Grundschule ist ein wichtiger Teil der Schulgemeinschaft und gleichzeitig ein Ort, um die Schülerinnen und Schüler aus den Schulhäusern Schierling und Eggmühl Selbstbewusstsein und Sicherheit zu geben. Jüngst wurde „Der gestiefelte Kater“ in der Fassung von Matthias Weißert für die Mitschüler sowie für Eltern, Omas, Opas und Freunde aufgeführt. Die Akteure erhielten tosenden Applaus und Konrektor Sepp Hoffmann beobachtete dabei viele neue Talente, die unter der Leitung von Lehrerin Bettina Bock oft zu einer schauspielerischen Höchstform aufliefen. Das Schulspiel hat in Schierling eine sehr lange Tradition. Schon während der Wirkungszeit der Jesuiten im 18. Jahrhundert ist in der Chronik von einem jährlichen Schulspiel die Rede. Und das war kultureller Genuss ebenso wie der Ausdruck für eine kulturfreudige Schierlinger Gesellschaft. Was in damaligen Zeiten nicht selbstverständlich gewesen ist. Auch die Kolpingsfamilie pflegt das Theaterspiel seit ihrer Gründung im Jahre 1927.An der Schierlinger Schule hat Lehrerin Anne Schoß aus Hagelstadt dieser Tradition wieder neues Leben eingehaucht. Nach ihrer Pensionierung übernahm Bettina Bock mit großem Engagement diese Aufgabe. Sie wird dabei vom Lehrerkollegium, ihrer Familie und Schülern aus der Mittelschule tatkräftig unterstützt und sowohl der Elternbeirat als auch der Schulförderverein sorgen für die finanziellen Mittel, die dafür notwendig sind. Konrektor Hoffmann freute sich über dieses harmonische Zusammenwirken und dankte dafür herzlich.Zweimal hat die Gruppe das Theaterstück bereits für die Mitschüler sowie für Schulleiter Markus Winkler, die Lehrerinnen und Lehrer sowie Bürgermeister Christian Kiendl auf die Bühne der Aula gebracht, ehe es den Eltern und Freunden vorgeführt wurde. Mancher Vater eines der Hauptakteure stellte eine betonte Gelassenheit zur Schau, doch im Innern bewegte ihn eine freudige Unruhe. Wochenlanges Training in der Schule und zuhause waren notwendig. Besonders die Mütter waren dabei gefragt, denn die Hauptrollen für das rund eine Stunde dauernde Stück erforderten enormen Fleiß und das Lernen über viele Wochen hinweg. Eine Mutter war im Anschluss richtig stolz, denn ihr Sprössling hatte – wie die anderen auch – den Text nicht nur auswendig gelernt, sondern er legte Emotionen hinein und schlüpfte damit regelrecht in seine Rolle. Bettina Bock hatte die Fassung von Matthias Weißert ausgesucht. Ohne lange Vorgeschichte begann das Märchenspiel am entscheidenden Punkt: Anton (Jonas Altschäffel, Klasse 3a) wanderte mit seinem Kater (Johannes Schrenk, 3a) hungrig die Landstraße entlang, als sie auf eine gute Fee (Adea Osmanaj, 3b) trafen, die ihnen Stiefel schenkte, mit denen Antons Glück machbar wurde. Der listige Kater konnte tatsächlich fortan sprechen. Seine Kraft hielt aber nur so lange wie er die Stiefel an hatte. Die Liebe zu einem Kätzchen (Carina Pöppel, 3a) spielte ihm einen Streich und er zog die Stiefel aus. Ein bestochener Diener (Paul Butz, 3a) stahl dem Kater die Stiefel, um sie dem Zauberer (Noah Klenner, 4b) zu bringen, der die Herrschaft über den König (Luan Massinger, 4b) bekommen wollte. Mit Hilfe der Fee und einiger Nebelgeister sowie einer gehörigen weiteren Portion List gelang es dem Kater, die Stiefel zurückzuholen. Zum Showdown kam es schließlich als der Kater ankündigte, „jetzt wird gezaubert, dass die Fetzen fliegen“. Tatsächlich siegte er über den Zauberer und Anton durfte die Prinzessin (Ida Holzer, 4b) heiraten - und auch der Kater bekam sein geliebtes Kätzchen. Großen und lang anhaltenden Applaus gab es für alle Mitwirkenden und Helfer. Konrektor Hoffmann machte noch einmal bewusst, dass die Akteure auf der Bühne ausschließlich aus den dritten und vierten Klassen stammten. Er dankte ausdrücklich den Eltern, die so fleißig mit den Schauspielern gelernt haben. Außerdem dankte er den Lehrerinnen Berger von der AG Schulgestaltung und Weinbeck von der siebten Klasse für die Gestaltung der Kulissen. Er hob die Mittelschüler hervor, die zum Umbau für die acht Bühnenbilder sowie die Beleuchtung zuständig waren und nannte besonders Florian und Thomas Pautz. Lob gab es auch für Hausmeister Harald Berger und Blumen sowie besonders viel Applaus und einen Blumenstrauß für Bettina Bock. Sie hatte auch ihre Familie eingespannt, sowohl bei Kostümen als auch beim Filmen des Theaterstücks.„Es war unglaublich lustig und wir haben herzhaft gelacht, weil die Kinder spielerisch so toll aufgetreten sind!“, zog einer der Besucher ein äußerst positives Resümee.